K-Pop mit Jenny

(G)I-DLE

(G)I-DLE ist bis jetzt die jüngste Band, die ich in dieser Kategorie vorstelle. Gerade mal vor drei Jahren wurden sie von Cube Entertainment gegründet und debütierten mit ihrer Single „Latata“. Die Girlband besteht aus sechs Mitgliedern. Die erste, die von ihnen bekannt gegeben wurde, war die Rapperin Soyeon, die die Lieder der Bands auch mit komponiert und schreibt. Tatsächlich war sie auch schon vor ihrem Debüt mit (G)I-DLE in der Kpop Szene aktiv indem sie eigene Songs veröffentlichte und an verschiedenen Wettbewerbsshows wie zum Beispiel „Unpretty Rapstar“ teilnahm. 

In den letzten Jahren brachte die Band immer wieder neue Lieder mit verschiedensten Musikeinflüssen raus und stiegen stets in ihrer Popularität. Mein persönlich liebster Release seit ihrem Debüt ist „Uh-Oh“. Die Band selbst ordnet das Lied dem „Boom Bap“ Style zu, ein Style aus der Hip-Hop Musik der East Coast in den 90ern. 

Selbst die, die sich gar nicht mit K-Pop auskennen oder das Genre nicht hören, können tatsächlich schon mal von (G)I-DLE gehört haben, selbst wenn sie nicht denselben Bekanntheitsgrad wie BTS haben. Und zwar könnte die Band einem ein Begriff sein, wenn man das MOBA League of Legends spielt. Dort wurden zur Promotion der League of Legends Weltmeisterschaft 2018 insgesamt vier Skins für Champions im Spiel veröffentlicht, die thematisch zusammen eine K-Pop Band darstellen sollen: K/DA. Dafür wurde dann tatsächlich auch ein Song komponiert und ein Musikvideo animiert. Hinter den Champions mussten dann natürlich auch echte Sängerinnen stehen, die das ganze vertonen, und zwei davon sind Mitglieder von (G)I-DLE: Soyeon als Akali und Miyeon als Ahri. Zusammen mit Jaira Burns und Madison Beer bildeten sie die Band K/DA und traten auch live beim Finale der Weltmeisterschaft 2018 auf. Der veröffentlichte Song, „Popstars“ schaffte es sogar auf Platz 1 der Billboard Digital Sales Charts in diesem Jahr.

Mit der Single „Oh My God” in 2020 wollte die Band gerne ihr eigenes Genre präsentieren, indem sie immer mehr verschiedene Sachen in ihren Liedern ausprobierten. Das Lied selbst ist von Trap inspiriert. Thematisch befasst der Song sich viel mit Kontrasten, hell und dunkel, Sünde und Reinheit. Die Bilder im Musikvideo sollen laut der Band Liebe in vielen Formen darstellen, im Text selbst finden wir im Refrain Aussagen an eine weibliche Person gerichtet. Soyeon selbst, die den Song geschrieben hat, sagte die Pronomen kann jeder interpretieren wie er/sie möchte. Als jemand der gerne die meistens noch fehlende queere Repräsentation in K-Pop sehen will, nehme ich die Pronomen einfach mal wörtlich und sehe in dem Lied eine Frau, die von Frauen besungen wird. Aber das Ganze kann jeder letztendlich selbst entscheiden, wie Soyeon auch schon sagte. 

Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

To Top