K-Pop mit Jenny

Psy und P Nation

Park Jaesang – ein südkoreanischer Musiker und Produzent und unter diesem Namen wahrscheinlich den wenigsten ein Begriff. Sein Künstlername Psy hingegen ist seit seinem Hit-Song „Gangnam Style“ aus 2012 weltweit bekannt. Das Lied landete in einigen Ländern auf Platz 1 der Charts, brach YouTube Rekorde für das meistgeklickte Video und wurde in etlichen Ländern mit Platin ausgezeichnet. Außerhalb dieses einen Hits wissen die meisten allerdings relativ wenig über den K-Pop Künstler, vielen ist tatsächlich nicht mal mehr bekannt, dass „Gangnam Style“ zu diesem Genre gehört.

Musik machte Psy tatsächlich auch schon lange vor „Gangnam Style“ – sein Debütalbum „PSY from the Psycho World“ wurde 2001 veröffentlicht. Nach seiner Wehrpflicht ging er in 2010 einen Vertrag mit dem Musiklabel YG Entertainment ein, um wieder mehr Popularität zu erlangen. YG gehörte zu dieser Zeit zu einem der drei größten K-Pop Labels, die zu dritt so ziemlich alle erfolgreichen K-Pop Artists unter Vertrag hatten. Wie man 2012 sehen konnte, funktionierte Psys Plan, denn durch „Gangnam Style“ gewann er mehr Popularität als jeder K-Pop Artist zuvor. Auch nach seinem Hit veröffentlichte Psy noch Musik, aber nichts konnte denselben Bekanntheitsgrad wie „Gangnam Style“ erreichen, besonders in der westlichen Musikszene. Dort ist Psy für viele ein One-Hit-Wonder geblieben.

Bis 2018 machte Psy unter YG weiter Musik. Dann lief der Vertrag zwischen Künstler und Label ab und Psy beschloss, diesen nicht zu verlängern. Stattdessen gründete er 2019 sein eigenes Label unter dem Namen P Nation. Am gleichen Tag hieß er dann schon die Rapperin Jessi willkommen, die seitdem bei Psy unter Vertrag ist. Seitdem kamen mehrere andere Solo Artists dazu, unter anderem auch Hyuna und E-Dawn, die vorher Teil anderer K-Pop Bands waren, dann allerdings aufgrund ihrer vertragswidrigen Beziehung zueinander beide aus ihrem Label geworfen wurden. Diese sehr einschränkenden Verträge sind leider eine der nicht so schönen Aspekte der K-Pop Branche, aber zum Glück konnten die Beiden ein neues Zuhause in P Nation finden. 

Bei vielen der Künstler unter Psys Label kann man beobachten, dass sie sich etwas von dem unterscheiden, was man normalerweise in der K-Pop Branche sieht. Ob es jetzt Künstler sind, die gegen die strengen Verträge handeln, oder Jessi, die sowohl von ihrem Aussehen als auch von ihrer Musik im Vergleich zu anderen weiblichen K-Pop Künstlern heraussticht. Auf jeden Fall passen sie zu Psy, der mit seinen wirklich komplett verrückten Musikvideos ebenfalls eine Besonderheit in dem Genre darstellt. Damit schafft Psy es trotz der Dutzenden K-Pop Künstler*innen, die mittlerweile existieren, etwas komplett Eigenes zum Genre zu bringen, was man so bei niemandem sonst findet.

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